Neuere Gottesbilder
 
Der bilderlose Gott

 

Für Paul Tillich läuft alle Theologie zuletzt in der "Nadelspitze" des absoluten Glaubens an den "Gott über Gott" aus – ein Glaube ohne Namen, Kirche, Kult und Theologie, sozusagen ein A-theismus aus Glauben.

(Heinz Zahrnt, Theologe)

 

Wenn auch die bildliche Darstellung Gottes in der zeitgenössischen  Kunst sehr menschliche Züge aufwies, so kann doch zusammenfassend  gesagt werden, dass der Gott des Alten Testamentes und Vater von Jesus im Schrifttum der Kirchen, obschon  ein personaler Gott,  ein ontologisch Anderes darstellt, das seinem Wesen nach für immer von den Menschen getrennt  und nicht im letzten Sinne eins und identisch ist mit seiner Schöpfung. Der einzige Kontakt zwischen Gott und den Menschen erfolgte demnach  „per Luftpost“ und war durch Vertrag geregelt durch den Alten und Neuen Bund, durch einen Pakt, durch gegenseitige Versprechen. Gott versprach den Schutz des „auserwählten“ Volkes, das Volk versprach, „keine anderen Götter neben ihm zu haben“; Gott versprach dem Volk seinen „eingeborenen Sohn“ als Erlöser zu senden und das Volk versprach, Gottes Wort zu befolgen.

 "Wer glaubt, das Absolute sei eine Art großer Vater, der über alle seine Geschöpfe wacht wie ein Schäfer über seine Herde, der praktiziert Religion als Bittsteller. Ziel seiner Religion ist einfach, sich unmündig unter die Autorität jenes Gottes (und seiner Stellvertreter auf Erden) zu stellen und ihn als Gegenleistung zu verehren und ihm zu danken... Diese Art von Religion verfolgt nur das Ziel, die Unvollkommenheiten der realen Welt durch Idealbilder zu ersetzen und erlöst zu werden – von Schmerzen, von Leiden, vom Bösen, letzten Endes sogar vom Tod."

(Der Funktion des Erlösers musste Jesus Christus gerecht werden, ihm sind eigene Kapitel gewidmet).

 

Das Bild Gottes war aber immer auch von den Interessen der Gläubigen geprägt und überlagert. Weil die Bauern am guten Wetter interessiert waren, wurde Gott für sie zum Wettergott; weil die Soldaten sich den Sieg wünschten, riefen sie Gott als den Herrn der Heerscharen an; weil die Politiker ihre Macht zu stabilisieren trachteten, beriefen sie sich auf Gott als den Hüter der Ordnung; weil die Besitzer ihren Besitz behalten wollten, nannten sie Gott den Geber aller Gaben. So suchte jeder unbewusst, sein eigenes Suppentöpfchen auf dem göttlichen Feuer des Altares zu kochen.
Indem die Gesellschaftswissenschaften aber diese Verbindung zwischen Gottesglauben und menschlichen Interessenideologien aufdeckten, entstand ein Vakuum. Nachdem Gott nicht mehr der Garant ihrer Interessen ist, wissen viele Menschen nicht mehr, worüber sie noch mit ihm sprechen, weshalb sie ihn überhaupt noch verehren sollen.

 

Friedrich Nietzsche dazu in seinem "Antichrist":

"Zu dem gleichen Schlusse nötigt eine Kritik des christlichen Gottesbegriffs. - Ein Volk, das noch an sich selbst glaubt, hat auch noch seinen eignen Gott. In ihm verehrt es die Bedingungen, durch die es obenauf ist, seine Tugenden, - es projiziert seine Lust an sich, sein Machtgefühl in ein Wesen, dem man dafür danken kann. Wer reich ist, will abgeben; ein stolzes Volk braucht einen Gott, um zu opfern ... Religion, innerhalb solcher Voraussetzungen, ist eine Form der Dankbarkeit. Man ist für sich selber dankbar: dazu braucht man einen Gott. - Ein solcher Gott muss nützen und schaden können, muss Freund und Feind sein können, - man bewundert ihn im guten wie im schlimmen. Die widernatürliche Kastration eines Gottes zu einem Gotte bloß des Guten läge hier außerhalb aller Wünschbarkeit. Man hat den bösen Gott so nötig als den guten: man verdankt ja die eigne Existenz nicht gerade der Toleranz, der Menschenfreundlichkeit ... Was läge an einem Gotte, der nicht Zorn, Rache, Neid, Hohn, List, Gewalttat kennte? dem vielleicht nicht einmal die entzückenden ardeurs des Siegs und der Vernichtung bekannt wären? Man würde einen solchen Gott nicht verstehen: wozu sollte man ihn haben? - Freilich: wenn ein Volk zugrunde geht; wenn es den Glauben an Zukunft, seine Hoffnung auf Freiheit endgültig schwinden fühlt; wenn ihm die Unterwerfung als erste Nützlichkeit, die Tugenden der Unterworfenen als Erhaltungsbedingungen ins Bewusstsein treten, dann muss sich auch sein Gott verändern. Er wird jetzt Duckmäuser, furchtsam, bescheiden, rät zum "Frieden der Seele", zum nicht mehr Hassen, zur Nachsicht, zur "Liebe" selbst gegen Freund und Feind. Es moralisiert beständig, er kriecht in die Höhle jeder Privattugend, wird Gott für jedermann, wird Privatmann, wird Kosmopolit ... Ehemals stellte er ein Volk, die Stärke eines Volkes, alles Aggressive und Machtdurstige aus der Seele eines Volkes dar: jetzt ist er bloß noch der gute Gott ... In der Tat, es gibt keine andre Alternative für Götter: entweder sind sie der Wille zur Macht - und so lange werden sie Volksgötter sein -, oder aber die Ohnmacht zur Macht - und dann werden sie notwendig gut ..."

 

Die neueren Gottesbilder sind abstrakt, bilderlos, a-symbolisch und drücken persönliche Erfahrungen aus. Sie sind dargestellt in Metaphrasen, die sich   von   personalen Göttern gelöst haben, Gott in Analogien schildern, und mehr oder weniger alle auf die "Philosophia perennis", die "ewige Philosophie" (nach Leibniz) hinauslaufen

Einige wenige Aussagen seien exemplarisch dargestellt, beginnend mit Giordano Bruno, der bereits im 16. Jahrhundert feststellte:

„Einem unendlichen Gott ist es angemessen, ein unendliches Weltall zu schaffen, welches er nicht von außen organisiert, sondern dessen inneres Prinzip er selbst ist, Natur aus sich selbst heraus, Seele an der alles Geschaffene teilhat, in der alles mit allem zusammenhängt, unendliches  Wirkungsobjekt als Allmacht Gottes“.

(Er erlitt dafür den Tod auf dem Scheiterhaufen durch die Inquisition).

 

„Eine Anschauung, die von der großen Mehrheit der wirklich begabten Theologen, Philosophen, Weisen und sogar von Wissenschaftlern zu den verschiedensten Zeiten vertreten wurde und vertreten wird ist die „Philosophia perennis“ (Ewige Philosophie nach Leibniz)... die ganz oder teilweise von individuellen Geistesgrößen – von Spinoza bis Albert Einstein, Schopenhauer bis C.G. Jung, William James bis Plato – verkündet wird... Viele brillante Naturwissenschaftler haben mit ihr geliebäugelt oder sie sogar völlig in sich aufgenommen: Einstein, Schrödinger, Eddington, Sir James Jeans und sogar Isaac Newton."

Die Sache, die dieser Begriff bezeichnet, ist sehr viel älter und universal. Es geht um den gemeinsamen Kern der spirituellen Erfahrung der Menschheit, wie sie die Heiligen und Weisen aller Hochreligionen der Welt überraschend ähnlich berichten, so unterschiedlich ihre Dogmen und Institutionen auch sein mögen. Schriftlich wurde die ewige Philosophie erstmals vor ungefähr 2500 Jahren in Indien niedergelegt. Sie beschreibt eine andere, 'eigentlichere' Wirklichkeit als die unseres Alltags, eine Wirklichkeit, die Grund, Ursprung und Ziel alles Seienden ist. Hindus nennen sie Brahman, Taoisten Tao, Christen Gott. "Sie besagt im Wesentlichen: Es ist wahr, dass es irgendeine Art von Unendlichem, irgendeine Form von absoluter Gottheit gibt. Man darf sie sich aber nicht als kolossales Wesen, als liebenden Vater oder einen außerhalb seiner Schöpfung, den Dingen, Ereignissen und den Menschen stehenden großen Schöpfer vorstellen. Am besten stellt man sie sich metaphorisch als den Urgrund, das Sosein oder die Voraussetzung aller Dinge und Geschehnisse vor. Die Gottheit ist nicht ein von allen endlichen Dingen getrenntes Großes Ding, sondern eher die Realität, das Sosein oder der Urgrund aller Dinge.

Die Ewige Philosophie beschreibt das Absolute als integrale Ganzheit,... deswegen ist es ihr Ziel, jene Ganzheit zu entdecken und sie dadurch als Ganzes zu erfahren.“

(Ken Wilber, „Halbzeit der Evolution“, Fischer 1996, ISBN 3-596-13210-X).

 

„Glücklich ist der, der Gott in sich trägt und ihm gehorcht. Die Ideale von Kunst und Wissenschaft werden durch Reflexionen aus dem Unendlichen erhellt.“

(Louis Pasteur 1822-1888)

 

„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte. Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms: Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

(Max Planck 1858-1947)

 

Das kosmische Erlebnis der Religion ist das stärkste und edelste Motiv naturwissenschaftlicher Forschung. Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm allein keimt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist bereits tot. Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und dass es sich als höchste Wahrheit und strahlendste Schönheit offenbart, wovon wir nur eine dumpfe Ahnung haben können – dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern aller wahren Religiosität. In diesem Sinne, und in diesem allein, zähle ich mich zu den echt religiösen Menschen.

...Meine Religion besteht in der demütigen Anbetung eines unendlichen geistigen Wesens höherer Natur, das sich selbst in den kleinen Einzelheiten kundgibt, die wir mit unseren schwachen und unzulänglichen Sinnen wahrzunehmen vermögen. Diese tiefe gefühlsmäßige Überzeugung von der Existenz einer höheren Denkkraft, die sich im unerforschlichen Weltall manifestiert, bildet den Inhalt meiner Gottesvorstellung".

(Albert Einstein 1897-1955)

 

Mein Glaube an Gott hat daher eine dialogisch-personale Struktur. Damit entspricht er dem theologischen Grundsachverhalt der Bibel. In ihren Zeugnissen spielt der Lebenslauf Gottes sich als eine Begegnungsgeschichte zwischen Gott und Mensch ab - zu ihrer Beschreibung und Deutung stellt sich der Personbegriff dabei von selbst ein. Aber der "springende Punkt" ist nicht die vorgängige Vorstellung von Gott als einer Person, sondern die persönliche Erfahrung Gottes als eines Gegenübers und Du: Gott ist nicht eine Person, auch nicht die höchste unter allen anderen - aber er begegnet 'höchstpersönlich..."

(H. Zahrnt: Mutmaßungen über Gott, München 1994)

„Ob Gott oben in der Höhe oder unten in der Tiefe gesucht wird, ob er aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft in die Gegenwart kommt, ob er „ist“, „wird“ oder „geschieht“, ob er diesseitig oder jenseitig gedacht wird, transzendent oder immanent, als Person oder Prinzip: Theismus oder Pantheismus, Monotheismus oder Polytheismus – Gott steht in jedem Fall am Anfang, unbegründet und darum unergründlich. Gott hat seinen Grund in sich selbst: Gott kommt von Gott.“

„Die Tendenz geht fraglos in Richtung auf  eine Entdogmatisierung auch des christlichen Gottesglaubens... Gott in allem und alles in Gott – das Bekenntnis zur Allgegenwart des schaffenden Geistes Gottes in der Natur dünkt sie die einzig mögliche Antwort der christlichen Theologie auf die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaft.“

(Heinz Zahrnt „Glauben unter leerem Himmel“ Piper 2000, ISBN 3-492-04212-0)

Gefragt, welches Gottesbild er habe, antwortete er: „Gar keines“. Das sei aber nicht immer so gewesen, denn schließlich habe er Theologie studiert!

 

Gerne erkläre ich..., was ich mit all dem über das Verhältnis Gottes zu seiner Welt  meine. Immer wieder höre ich, dies sei „Pantheismus“ und also mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren. Aber weiß denn, wer so urteilt, wovon er spricht? Sage ich: „Gott ist der Stein“, oder: „Der Stein ist Gott“ so spräche ich „pantheistisch“. Es wäre dann kein Unterschied zwischen dem Ding und Gott. Sage ich aber: Gott ist im Stein, oder: Der Stein ist in Gott, dann drücke ich damit aus, was der Glaubenssatz von der „Allgegenwart“ Gottes immer ausgesagt hat. Ich kann dann im Gegensatz zum Pantheismus von Pan-en-theismus sprechen. Ich unterscheide zwischen Gott und dem Geschöpf, ohne Gott in einen fernen Abstand zu verbannen. Wer nicht sagen will, Gott sei im Acker oder der Acker sei in Gott, der muss mir erklären, wo denn Gott und wo der Acker sonst seien“:

(Jörg Zink „Dornen können Rosen tragen“ Kreuz 1997, ISBN 3-7831-1584-1)

 

 "Gott ist... die absolute-relative, diesseitig-jenseitige, transzendent-immanente, allesumgreifend-allesdurchwaltende wirklichste Wirklichkeit im Herzen der Dinge, im Menschen, in der Menschheitsgeschichte, in der Welt...“

"Welt oder Gott - das ist keine Alternative: weder die Welt ohne Gott (Atheismus) noch Gott ohne Welt (Pantheismus) ! Jedoch Gott und Welt, Gott und Mensch auch nicht als zwei konkurrierende endliche Kausalitäten nebeneinander: wo die eine gewinnt, was die andere verliert. Wenn Gott wirklich der unendliche Urgrund, Urhalt und Ursinn von Welt und Mensch ist, so wird deutlich, dass Gott nichts verliert, wenn der Mensch gewinnt, sondern dass Gott gewinnt, insofern der Mensch gewinnt. Ja, insofern dieser Gott nach der Bibel als absolute Freiheit zu verstehen ist, ist er auch nicht bedroht durch des Menschen Freiheit; denn Gott selbst ermöglicht, ermächtigt und erlöst sie. Und insofern der Mensch relative Freiheit ist, wird er auch nicht erdrückt durch Gottes Freiheit; denn der Mensch lebt ganz und gar von dieser Freiheit, Also verhält es sich gerade umgekehrt wie bei zwei konkurrierenden endlichen Ursachen, wo die eine auf Kosten der anderen gewinnt: Je mehr Gott zugesprochen wird, um so mehr darf auch dem Menschen zugesprochen werden, und je mehr dem Menschen zugesprochen wird, um so mehr darf auch Gott zugesprochen werden!"

(H. Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit (Piper, 2001).

"Ich persönlich habe BLAISE PASCALS »Wette« angenommen und setze - nicht aufgrund einer Wahrscheinlichkeitsrechnung oder mathematischen Logik, wohl aber aufgrund eines vernünftigen Vertrauens - auf Gott und Unendlich gegen Null und Nichts. Ich glaube nicht an die späteren legendarischen Ausgestaltungen der neutestamentlichen Auferstehungsbotschaft, wohl aber an ihren ursprünglichen Kern: Dass dieser Jesus von Nazaret nicht ins Nichts, sondern in Gott hinein gestorben ist. Im Vertrauen auf diese Botschaft hoffe also ich... auf ein Sterben in die allererste-allerletzte  Wirklichkeit, in Gott hinein, was - jenseits von Raum und Zeit in der verborgenen Realdimension Unendlich - alle menschliche Vernunft und Vorstellung übersteigt... Des bleibenden Risikos dieser Wette auf unbedingtes Vertrauen hin bin ich mir selbstverständlich bewusst, aber ich bin der Überzeugung: Selbst wenn ich die Wette im Tod verlöre, hätte ich für mein Leben nicht verloren, nein, ich hätte in jedem Fall besser, froher, sinnvoller gelebt, als wenn ich keine Hoffnung gehabt hätte."

(H. Küng:  Der Anfang aller Dinge (Naturwissenschaft und Religion), Piper 2005, ISBN  3-492-04787-4)

 
Gott ist Teil der Subjektivität, die wir brauchen, um als Subjekte zu leben. Er ist das absolute Subjekt. Die ganze Theologie des 20. Jahrhunderts hat eigentlich nur einen einzigen Glaubenssatz: Gott ist das Subjekt, das nie zum Objekt wird.“

(Eugen Drewermann im Interview mit der Zeitschrift "Diesseits"  im Jahr 2000)

  

 "...Wer Gott als den "großen Gott der Lücken" hinzuzieht, um Dinge zu erklären, die er ansonsten nicht erklären kann, hängt einem Götzenbild an, das sich kaum von der Anbetung des Goldenen Kalbs unterscheidet, von dem die Bibel berichtet...

...Gott hat ein Universum erschaffen,  dem eine gewisse Dynamik innewohnt und das somit am Schöpfungsakt Gottes teilnimmt. Sofern sie die Ergebnisse der modernen Wissenschaft respektieren, müssen Gläubige Abstand von der Vorstellung eines diktatorischen Gottes nehmen, eines Newtonschen Gottes, der das Universum als Uhrwerk erschaffen hat, das regelmäßig weitertickt. Vielleicht sollte man Gott eher als einen Elternteil sehen. Die Heilige Schrift ist erfüllt von diesem Gedanken. Sie stellt sogar - vermenschlichend einen Gott dar, der zornig wird, der maßregelt, einen Gott, der das Universum hegt und pflegt. Theologen haben den Begriff von Gottes fortwährender Schöpfung geprägt. Ich glaube, es wäre eine sehr bereichernde Erfahrung für Theologen und Gläubige, die moderne Wissenschaft unter diesem Begriff der fortwährenden Schöpfung näher zu erkunden. Gott arbeitet mit dem Universum. Das Universum hat eine gewisse eigene Vitalität...

...Das sind sehr schwache Bilder, aber wie sollten wir sonst über Gott sprechen? Wir können nur auf Grund von Analogien Erkenntnisse über Gott erlangen. Das Universum, wie wir es heute durch die Wissenschaft kennen, bietet eine Möglichkeit, mit Hilfe von Analogien Erkenntnisse über Gott abzuleiten".

(Jesuitenpater GEORGE V. COYNE, Leiter des Observatoriums im Vatikan)

 

"Wenn ein gnädiger und gütiger Gott existierte... was hätte ein tugendhafter Atheist dann zu fürchten, der im Moment seines Todes - in der Annahme, für immer zu entschlafen - einem Gott gegenüberstände, den er Zeit seines Lebens verkannt und ignoriert hat?... war es mir denn möglich, dein geistiges Wesen mit Hilfe meiner Sinne zu erfassen? Mein Geist vermochte sich nicht der Autorität einiger Menschen zu beugen, die über dich genau so wenig wissen konnten, wie ich und die alleine darin übereinstimmten, mich lauthals zum Opfer jener Vernunft aufzufordern, die du mir geschenkt hattest."

(Paul-Henry d'Holbach, fr. Philosoph, Système de la Nature)

 

"Gott ist die Entschuldigung für Menschen, die den falschen Beruf gewählt haben und nicht mehr fähig sind, umzulernen." (Unbekannt)

 

 

Merke: "Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern".
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

 

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